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Sonntag, 20. November 2019 um 19:00 Uhr
in der Evangelischen Kirche Oberwinter

spielt
das Barock Ensemble
der Musikhochschule Köln

Werke von François Couperin, Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach

Lilit Tonoyan, Violine
David Schütte, Cello
Thomas Wormitt,  Traversflöte
Emiko Sato, Cembalo

 

PROGRAMM

 Francois Couperin (1668 - 1733)
  - Concert Royaux Nr. 3 in A-Dur

Louis Couperin (1626 - 1661)
  - Prélude non mesuré in F-Dur

Georg Philipp Telemann (1681 - 1767)
  - Fantasia für Traversflöte solo Nr. 2 in a-moll

Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)

  - Trio Sonata BWV 1038 in G-Dur

Georg Philipp Telemann (1681 - 1767)
  - Fantasia für Traversflöte solo Nr. 7 in D-Dur
  - Paris Quartett Nr. 6 in e-moll

Barockensemble
der Hochschule für Musik und Tanz Köln

Emiko Sato entdeckte ihre Liebe zur Musik bereits im Kindesalter und spielte fortan auf dem
Klavier ihres Elternhauses in Japan. Sie nahm an der Musashino Academia Musicae in Tokio ein
Studium der Musikpädagogik auf, das sie mit dem Diplom abschloss und setzte danach ihre
Ausbildung in Deutschland fort. An der Folkwang Universität der Künste studierte sie zunächst
Musikwissenschaften. Im Anschluss daran begann sie ein Masterstudium im Fach integrative
Musiktheorie in der Klasse von Professor Marks Roth. Während dieses Studiums konzentrierte
sie sich auf historische Musiktheorie und beschäftigte sich mit verschiedenen Satztechniken. Im
Nebenfach erhielt sie zunächst Klavierunterricht von Professor Arnulf von Arnim und wechselte
im weiteren Studienverlauf auf das Cembalo unter der Anleitung von Professor Christian
Rieger. Heute studiert sie Cembalo als Hauptfach an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.
Ihre Ausbildung erfolgt bei Professor Michael Borgstede in den Disziplinen Solo, Generalbass
und Kammermusik.
Thomas Wormitt widmet sich als Flötist und Cembalist seit einigen Jahren der Aufführung von
Musik mit zeitgenössischem Instrumentarium. Er studierte an der Folkwang Universität der
Künste in Essen Musikpädagogik, Querflöte, Traversflöte, Generalbass und historische
Tasteninstrumente. Er ist Preisträger des Folkwangpreis und war Stipendiat von Yehudi
Menuhin LiveMusicNow e.V. und Jeunesses Musicales. Mit seinen Kammermusikensembles
erhielt er den Gebrüder-Graun-Preis, den Förderpreis der Köhler-Osbahr-Stiftung und wurde
beim Deutschen Musikwettbewerb in Lübeck mit dem Stipendium des DMW ausgezeichnet. Bei
zahlreichen Konzerten im Rahmen der 60. Bundesauswahl Konzerte junger Künstler und mit
seiner Debüt CD „Grand Tour“ begeisterte er im Cicerone Ensemble Konzertpublikum und
Presse. Thomas Wormitt spielt international als Flötist bei Konzerten, Opern- und CDProduktionen
in namhaften Orchestern wie Balthasar-Neumann-Ensemble, Das Neue
Orchester, Harmonie Universelle, Capella Augustina oder dem Orchester des 18. Jahrhunderts.
Als Cembalist trat er solistisch u.a. beim Rolandseck-Festival, als Korrepetitor beim Haydn-
Festival der Brühler Schlosskonzerte und als Continuo Spieler bei Konzerten an Rhein und Ruhr
in Erscheinung. Zusätzlich zum Orchester- und Solospiel pflegt er Kammermusikprojekte in
wechselnden Besetzungen. Neben der künstlerischen Tätigkeit unterrichtet er
Aufführungspraxis an der HfMT Köln, Cembalo an der TU Dortmund und Flöte in Xanten und
Essen.
Mit der in Jerewan/Armenien geborenen und aufgewachsenen Violinistin Lilit Tonoyan
verbinden sich zwei Musikkulturen auf besondere Weise: Geprägt durch die vielseitige
traditionelle Musik ihrer Heimat beschäftigt sich die Künstlerin seit ihrem Studium des
abendländischen Musikkanons in Deutschland intensiv mit armenischer Vokal- und
Instrumentalmusik. So gründete sie 2008 das Cologne World Jazz Ensemble, welches
hauptsächlich traditionelle armenische Musik mit Jazz und Improvisation verbindet. Mit der
Band gewann sie 2012 einen Sonderpreis beim Citroën-Musikwettbewerb und war 2013
Finalistin bei Creole NRW. Mit ihrer neu gegründeten Band ‚WeltenBaum‘ spielt sie
Weltmusik, Improvisation und Jazz für Kinder.
Seit 2015 beschäftigt sich Lilit Tonoyan intensiv mit der Sakralmusik Armeniens. Da es bisher
kaum instrumentale Fassungen dieser Werke gibt, hat sie sich der Aufgabe gewidmet,
ausgewählte Sakralgesänge des frühen Mittelalters für Violine, teilweise im Duo mit
Violoncello, zu arrangieren. Seit Anfang 2017 wirkt der Cellist Davit Melkonyan im Projekt mit.
In Gegenüberstellung zu ausgewählten Sätzen von Johann Sebastian Bach haben beide Musiker
diese Arrangements für das Label Kaleidos unter dem Titel Amen Hayr Surb eingespielt. Die
Aufnahme erschien im Frühjahr 2018 und wurde mehrfach von der Presse hochgelobt. Aktuell
absolviert Lilit Tonoyan einen Master Studiengang der Historischen Instrumente im Fach
Barockvioline beim Prof. Richard Gwilt an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Lilit
Tonoyan kam 2007 mit einem Stipendium des DAAD aus Armenien nach Deutschland und
studierte an der Hochschule für Musik und Tanz Köln in den Klassen von Prof. Ingeborg
Scheerer und Prof. Albrecht Winter; dort machte sie 2012 ihren Master-Abschluss.
Entscheidende Impulse erhielt sie außerdem von Anthony Spiri, Dirk Mommertz und David
Smeyers (Neue Musik). Tonoyan gewann etliche Auszeichnungen bei Wettbewerben, so z.B.
beim Khachaturyan-Wettbewerb in Armenien und beim Internationalen Violinwettbewerb
Henri Marteau. Sie war Stipendiatin der Wagner-Stiftung, der Günther-Wand-Stiftung und
aktuell der Deutschen Kammerakademie Neuss. Im Jahr 2015 erspielte sich die Violinistin mit
ihrem Arrangement eines armenischen Sakralgesangs Ter voghormea sowie ihrer
Interpretation einer Bachsonate den Kunstförderpreis der Stadt Neuss.
Mit diesem Programm war sie bereits 2018 gemeinsam mit David Schütte in Oberwinter.
David Schütte studierte zwischen 2004 und 2012 Schulmusik mit Hauptfach Cello an der HfMT
Köln und schloss das Studium mit dem 1. Staatexamen ab. Im Sommer 2014 machte er den
Abschluss im Studienfach Bachelor of music in Education, ebenfalls an der HfMT Köln. Während
seines Bachelor-Studiums hat er den Fokus auf Alte Musik gesetzt. Anfang des Jahres 2017
beendete er den Master-Studiengang der ‚historischen Aufführungspraxis‘ mit Barockcello bei
Professor Rainer Zipperling. Seit Sommer 2017 studiert er ebenfalls im Master-Studiengang
‚historische Aufführungspraxis‘ als Mitglied in einem Gambenconsort ebenfalls bei Professor
Zipperling und bei Professor Richard Gwilt. Ab Oktober 2019 belegt David Schütte mit dem
Barockcello und der Gambe den Masterstudiengang ‚festes historisches Ensemble‘ gemeinsam
mit der Geigerin Lilit Tonoyan und der Cembalistin Emiko Sato.
Seit 2008 spielt David Schütte in dem Jazz-Ensemble Tiefgang von Robert Landfermann, in dem
Neue Musik, experimentelle Improvisation mit avantgardem Jazz verschmelzen. Im Jahr 2015
wurde das Gambenconsort ‚Cölnconsort‘ gegründet, in dem er die Tenorgambe spielt. Im
Sommer 2016 nahm David Schütte an der Internationale Sommerakademie für Alte Musik auf
Schloss Benrath teil. Im Jahr 2016 wurde er als Barockcellist Mitglied im Ensemble
‚Rheinbarock‘, gegründet von dem Kirchenmusiker und Chorleiter Felix Schönherr. Seit 2017
spielt David Schütte gelegentlich im ‚Rundfunktanzorchester Ehrenfeld‘ am Cello, als Vertretung
für Nathan Bontrager, in der Show ‚Neo Magazin Royal‘ von Jan Böhmermann.

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